Sanierung und Umgestaltung

Aus liturgischen Gründen und aus Anlass der dringend anstehenden Sanierung des Innenraums lobte Kardinal Woelki im Jahr 2013 einen offenen Realisierungswettbewerb aus.

Die Umgestaltung erfolgt auf der Grundlage des Entwurfs des ersten Preisträgers des offenen Architektur-Wettbewerbs, Architekten Sichau & Walter, Fulda mit dem Künstler Leo Zogmayer, Wien.

Erzbischof Dr. Heiner Koch hat sich nach intensiven Abwägungen und Diskussionen mit allen Gremien und der Öffentlichkeit entschieden, die Umgestaltung und die dringende Sanierung in Angriff zu nehmen.

Als zentrale Maßnahme rückt der Altar in die Mitte. Die Gemeinde versammelt sich in Gemeinschaft um den Tisch des Herrn.

Liturgisch konkretisiert der Entwurf den Gedanken des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962 – 1965), dass die am Altar gefeierte Eucharistie Höhepunkt und Quelle allen kirchlichen Handelns ist. Zugleich vervollständigt der Altar in seiner Halbkugel-Form die in der Kuppel angelegte, der Kathedrale eingeschriebene Kugelform.

Ausschreibungen auf dem Deutschen Vergabeportal

Aktuelle Ausschreibungen zur Sanierung und Umgestaltung von Sankt Hedwig Mitte sind hier eingestellt: https://www.dtvp.de/
Über Suchbegriffe wie z.B. „hedwig“ und/oder „kathedrale“ sind die aktuellen Ausschreibungen aufzufinden, die die Maßnahme betreffen.

Blick in den lichtdurchfluteten Hauptraum mit der dahinterliegenden Sakramentskapelle. © Nightnurse Images, Zürich

Die Pläne von den Architekten Sichau & Walter mit dem Künstler Leo Zogmayer sowie die abgebildeten Visualisierungen geben einen ersten Einblick in die geplante Umgestaltung des kreisrunden Communio-Raums mit dem Altar in der Mitte.

Blick in den Vorraum. Die Glastüren geben den Blick auf den Bebelplatz frei. © Nightnurse Images, Zürich

Gleichzeitig wird deutlich wie sich die Architektur zum Bebelpatz öffnet. Die Sankt Hedwigs-Kathedrale soll einen einladenden Charakter für alle Menschen erhalten.

Zum 250. Jahrestag der Kirchweihe am 1. November 2023 soll um den neuen Altar wieder Gottesdienst gefeiert werden.

Die Neugestaltung setzt wichtige Akzente in liturgischer, pastoraler und missionarischer Hinsicht:

  1. Der Altar steht im Zentrum direkt unter der Kuppel.
  2. Die bisherige Sakristei wird zur Sakramentskapelle.
  3. Ein wichtiges Element der Umgestaltung des Innenraums ist das vorgesehene große Kreuz im Hauptraum.
  4. In den Kreis der um den Altar Versammelten werden die Heiligenstatuen, die Mutter Gottes und der heilige Petrus eingefügt.
  5. Die neugestaltete Krypta lädt zur eucharistischen Gemeinschaft ein und erinnert als Grablegungs- und Gedächtnisstätte an die Geschichte unseres Erzbistums.
  6. Der Taufort in der Tiefe mitten unter der Kuppel und dem Altar versinnbildlicht durch die alles überwölbende Kuppel Gottes Schutz.
  7. Sankt Hedwig wird ein Ort der Verkündigung, des Gottesdienstes und der Gemeinschaft sein.