Der Parcours der Intervention nimmt daher seinen Ausgangspunkt in der Architektur und der neuen räumlichen Konzeption der Kathedrale und führt durch die temporären Interventionen, die zentralen sakralen Orte und architektonischen Besonderheiten der Kathedrale sowie die dauerhaft installierten künstlerischen Arbeiten.
Temporär gezeigt werden in der Kathedrale Werke von Alicja Kwade, Gerhard Richter, Julia Beliaeva, Kris Martin, Leo Zogmayer und On Kawara aus der Sammlung Lena und Johann König.
„Dieser Parcours überschreitet die Grenzen eines rein kuratorischen Narrativs und verbindet die Erzählungen von Kunst, Kirchenraum und Architektur miteinander. Vor allem aber lädt die Intervention zur Betrachtung und Reflexion über Fragmentierung und Ganzheit, Kontinuität und Vergänglichkeit, das Sakrale und das Alltägliche sowie über Zeit, Erinnerung und Gemeinschaft ein“, so Stefka Tsaneva, die die Intervention gemeinsam mit Leo Zogmayer kuratiert hat. In diesem Sinne spiegelt die Intervention Zogmayers Ansatz und sein Verständnis des sakralen Raumes wider – vor allem als Geschehen, als Prozess und als Ort eines geistigen Dialogs.