Innenraum

Hans Schwippert gestaltet die Oberkirche schlicht und konzentrisch auf den Altar bezogen. Heute wirkt durch Kathedra, Teppich, Altar und Orgel die Achse und damit die Symmetrie des kreisrunden Raumes betont.

Die Entwürfe der Fenster der Oberkirche stammen von Prof. Anton Wendling (Aachen).

Der schwarzgraue Marmor von Bodenbelag, Altar und Kathedra stammt aus Thüringen (Kapfenberg). Die Einfassung der Unterkirchenöffnung aus Bronze und Kristallglaslamellen schuf Prof. Fritz Kühn (Berlin).

Altarkreuz und Tabernakel

Die Goldschmiede Fritz Schwerdt und Hubertus Förster aus Aachen fertigten das vergoldete, mit roten Emaileinlagen gezierte Altarkreuz, dessen Corpus aus einem einzigen Stück Elfenbein gefertigt ist.

Beide sind auch Schöpfer des ebenfalls vergoldeten Tabernakels, der mit Perlmuttschmuck, gemugelten Bergkristallen und innen mit Emaileinlagen sowie Silberrosetten verziert ist.

 

Petrusstatue

Die Petrusstatue in der Nische des Altarstipes stammt aus der Zeit um 1340 und lässt sich der „Schönen Schule von Siena“ zuordnen. Sie ist ein Geschenk von Papst Johannes Paul II. zum 50-jährigen Bistumsjubiläum im Jahre 1980. Der Hl. Petrus ist der erste Bistumspatron.

Marienfigur in der Oberkirche

Die Marienfigur in der Oberkirche ist ein Geschenk von Kardinal Döpfner, vormals Bischof von Berlin, zur Wiedereinweihung der Kathedrale. Die spätgotische Mondsichelmadonna der Ulmer Schule (um 1500) wird getragen und umfasst durch eine zeitgenössische Mandorla aus Sandstein von Hubert Elsässer (Gröbenzell).

Wandteppiche

Drei Wandteppiche gehören zum Bestand der Kathedrale, allen gemeinsam ist das Motiv der Stadt Gottes, des „Himmlischen Jerusalem“ aus der ‚Offenbarung’ (des letzten Buchs der Bibel):

  1. Ein Gobelin von Grete Reichardt (Erfurt), 1963 handgewebt, zeigt in gedeckten grau-grünen Farben eine sich auftürmende stilisierte Stadt mit den Apostelnamen auf ihren Grundsteinen. Gott als ihre Mitte ist durch die Bilder Lebensbaum und Lamm als Christussymbol vergegenwärtigt.
  2. Ein zweiter Teppich wurde von Anton Wendling vor 1965 in Applikationstechnik gefertigt. Wendling gestaltet in festlicher Farbigkeit und geometrischer Komposition eine hochragende Idealarchitektur und setzt die reiche Symbolsprache der ’Offenbarung’ ins Bild.
  3. Der dreiteilige Webteppich von Else Bechteler (München) ist in Zusammenarbeit mit der Nürnberger Gobelinmanufaktur 1979-1981 entstanden. Er bezieht sich auf das 4. Kapitel der ‚Offenbarung’ und zeigt Gott als den,  „der auf dem Thron sitzt“ und gleichzeitig nah ist als „Gott unter uns“ mit segnend ausgestreckter Hand.
     

Der Kreuzweg

Der Kreuzweg in der Unterkirche wurde von Joseph Hegenbarth (Dresden) geschaffen. Die Grafiken, ein Auftragswerk, 1961 als letztes großes Werk vor seinem Tod 1962 entstanden, sind jetzt durch Kopien ersetzt.


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