Gottesdienst für die bedrängten Christen im Irak und in Syrien

Veröffentlicht von St.Hedwig am 17. August 2014 - 11:23

Die orientalischen christlichen Gemeinden in Berlin 

Chaldäisch-Katholische Kirche, Syrisch-Orthodoxe Kirche, Apostolische Kirche des Ostens

PRESSEMELDUNG
14.08.2014

Christliche Gemeinden bitten um Hilfe für die bedrängten Christen im Irak und in Syrien


Die politische Entwicklung im Irak und in Syrien hat dazu geführt, dass Christen und andere religiöse Minderheiten zur Zielscheibe von Entführung, Plünderung, Vertreibung und Ermordung geworden sind. Im Irak ist die Zahl der Christen stark zurückgegangen. Im arabischen Teil des Iraks leben bis auf kleine christliche Gemeinden in Bagdad keine Christen mehr. Die wenigen verbliebenen Christen des Iraks sind in den kurdischen Teil geflüchtet. Das Gebiet, in das sie geflüchtet sind, die Ninive-Ebene, ist geographisch gesehen eine Pufferzone zwischen dem kurdischen und dem arabischen Teil des Iraks. Vor einigen Tagen wurde die Ninive-Ebene von den ISIS-Kämpfern überrannt. Die Christen wurden von ihnen brutal vertrieben. Wir sind entsetzt über den Hass der muslimischen Extremisten, wir sind aber auch traurig, wie wenig die Welt am Schicksal der orientalischen Christen interessiert ist. Die Weltgemeinschaft muss helfen, dass Christen und Jeziden nicht aus nicht ihrer angestammten Heimat vertrieben werden und Wege zu suchen, wie ihr Verbleib ermöglicht werden kann. Es geht um Leben und Tod. 

Die aramäisch sprechenden christlichen Gemeinden in Berlin und das Erzbistum Berlin laden ein zu einem ökumenischen Gottesdienst am Sonntag, dem 17.August, um 14:00 Uhr in der St.Hedwigs-Kathedrale.

Anschließend wird auf dem Weg vom Bebelplatz zum Brandenburger Tor der Christen gedacht, die wegen ihres Glaubens verfolgt und getötet worden sind. 

Auf dem Pariser Platz beginnt um 16:00 Uhr eine Kundgebung Unser Appell an die Verantwortlichen in der Politik: es muss einen Weg geben, die Sicherheit der Christen und anderer religiöser Minderheiten in ihren Heimatstädten zu gewährleisten. Wir wollen den verfolgten Christen des Orients unsere Solidarität und unser Mitgefühl zeigen!


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