Sakralarchitektur

Berliner Pantheon

Die St. Hedwigs-Kirche (geweiht 1773) war der erste katholische Kirchenbau nach der Reformation in Berlin. Friedrich der Große hatte Bauform und Ort, das Forum Fridericianum, vorgegeben. Erst 1888 wurde die Kirche durch Max Hasak außen fertiggestellt.

Mit der Gründung des Bistums Berlin 1930 kam es bis 1932 zu einem grundlegenden Umbau zur Kathedrale nach Entwürfen Clemens Holzmeisters. Im Krieg zerstört, wurde die Kathedrale Ende der 1950er-Jahre innen durch Hans Schwippert gestaltet (fertiggestellt 1963). Später kam es zu verschiedenen Änderungen.

Bauliche Schäden und der Wunsch nach einer Neuordnung des liturgischen Raumes waren 2013 Grund für die Ausschreibung eines internationalen Architektenwettbewerbs.

Von der schwippertschen Ausstattung sind das goldene Altarkreuz und der Tabernakel von Schwerdt und Förster aus Aachen (1963) sowie der Altarraum mit den schwarzen Marmorelementen prägend. Es existieren drei Bildteppiche, einer stammt wie die bauzeitliche Fenstergestaltung von Anton Wendling aus Aachen. Die spätgotische Madonna (um 1520) erhielt eine neue Einbindung von Hubert Elsässer. Der als Petrus umgearbeitete Bischof an der Altarstele war ursprünglich eine sienesische Bischofs-Plastik (um 1340).

In der Unterkirche befinden sich u.a. die Schatzkammer mit der Reliquienfigur der Hl. Hedwig (1513) der Abguss der Michelangelo-Madonna aus St. Peter in Rom (1978), das Grab des Sel. Bernhard Lichtenberg (†1943) sowie der Kreuzweg von Josef Hegenbarth (1961).

Konstantin Manthey

 

Der Altarraum

 

 

Die Kapellen in der Unterkirche