Schatzkammer

Bei fast allen Bischofskirchen war seit frühesten Zeiten eine Schatzkammer eingerichtet. Sie diente vor allem der Aufbewahrung der aus kostbaren Materialien gefertigten liturgischen Geräte. An diese Tradition knüpft 1987 der Berliner Bischof Kardinal Meisner an, als er eine Schatzkammer in einer der Kapellen der Unterkirche einrichten ließ. Unter Beratung von Prof. Werner Gailis (Berlin) ist dort eine kleine Sammlung künstlerisch wertvoller und historisch interessanter Objekte in angemessener Weise zugänglich gemacht.
Die heutige Präsentation verdankt die Schatzkammer der Kunsthistorikerin des Erzbistums Berlin, Dr. Christine Goetz.

Neben liturgischen Geräten wie z.B. kostbaren Kelchen sind vor allem Pontifikalien zu sehen: Bischofsstäbe, Brustkreuze, Bischofsringe und Mitren.

Bedeutsamstes Stück für die St. Hedwigs-Kathedrale ist ein Reliquiar der Titelheiligen. Die teilvergoldete Silberstatuette von Andreas Heidegger (1513 gefertigt) ist ein Geschenk aus Breslau zur Einweihung der Kirche 1773. (siehe: Hedwigsreliquiar)

An die Vorgängerbistümer Berlins erinnern die Ketten der Domkapitulare mit den Wappenschilden von Brandenburg, Havelberg, Cammin und Lebus.

Das frühere Bischofskreuz von Weihbischof em. Wolfgang Weider gemahnt an die jüngere Geschichte: es zeigt die geteilte Stadt Berlin.

Als wertvolles Gedenkstück neueren Datums wird die Urkunde aus Yad Vashem (2004) zur Ehrung Bernhard Lichtenbergs als „Gerechter unter den Völkern“ gezeigt.


Drupal theme by Kiwi Themes